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Auf dem Zuckerhut und
rund um den Berg
Der Kohlberg (632 m ü.NN) ist
ein bewaldeter Berg aus Quarzphyllith südlich von
Arzberg (Lkr. Wunsiedel i. Fichtelgebirge). Der Name
stammt von den ehemaligen Kohlenmeilern für die
Eisenverhüttung in Arzberg. Scherzhaft wird der
Berg auch "Zuckerhut" genannt, wegen einstigem
Schmuggel von Zucker über die nahegelegene Grenze.
Auf dem Gipfel steht die Aussichtswarte Waldenfelswarte
und Schutzhütte. Am Südwest-Fuß liegt
der Feisnitzspeicher, nordwestlich umfließt die
Röslau mit dem Naturdenkmal Gsteinigt den Berg.
Zur
Geschichte: Die "Waldenfelswarte" ist ein
20 Meter hoher Aussichtsturm auf dem Gipfel des Kohlbergs.
Errichtet wurde er 1961 von der FGV-Ortsgruppe Arzberg;
benannt wurde er nach Ernst Freiherr v. Waldenfels,
der 900 qm Grund für den Turm kostenlos zur Verfügung
stellte. Neben dem Turm steht eine Blockhütte,
die als Schutzhütte 1964 erbaut wurde. Wandern
Sie zu Pfingsten auf den Kohlberg, dann wird es an Speis
und Trank nicht fehlen! Sie kommen genau richtig zum
"Zuckerhutfest"!
Der
Feisnitzspeicher ist ein 1,3 km langer Stausee im Tal
der Feisnitz südwestlich des Kohlberges; bestehend
aus dem Hauptspeicher und Vorspeicher; Errichter und
Betreiber ist die Elektrizitäts-Versorgung Oberfranken
(EVO). Hauptspeicher: Dammhöhe 19,3 m ü.NN,
Dammkronenlänge 150 m ü.NN, Staufläche
15,54 ha, größte Tiefe 19 m; Vorsee: Dammhöhe
9,25 m ü.NN, Dammkronenlänge 120 m ü.NN,
Staufläche 4,24 ha, größte Tiefe 7 m.
1972/73 von der damaligen BELG als Kühlwasserreservoir
für das Kraftwerk Arzberg angelegt. - Das Kraftwerk
Arzberg wurde in den Jahren 1914/15 von der Bayerischen
Elektrizitäts-Lieferungs-Gesellschaft AG gebaut,
wobei sich der Standort wegen seiner Lage am Fluss Röslau
zur Kühlwasserentnahme und wegen der günstigen
Verkehrslage bei der Braunkohlebeschaffung aus der CZ
anbot. Die Kraftwerkserweiterung 1971/74 mit dem Bau
der beiden Kühltürme war Anlass zur Errichtung
des Speichers, denn bei Niedrigwasserführung der
Röslau soll dann mit dem Speicherwasser der Pegel
des Fluss es wieder erhöht werden, damit keine
schädliche Erwärmung des Wassers eintritt.
Das Kraftwerk Arzberg wurde von EON erworben und wird
voraussichtlich 2003 stillgelegt. Was geschieht dann
mit dem Speicher? Im Gebiet des heutigen Stausees
befand sich von 1792 bis 1832 die Zeche "Treue
Freundschaft", in der Alaunerz gefördert wurde.
Bergbaumäßig wurde das Rohmaterial, schwefelkieshaltig,
bituminöse Braunkohle, in vier bis sechs Meter
tiefen Schächten abgebaut und in Werken weiterverarbeitet.
Um 1870 entstand im Bereich der Tagebaugrube ein kleiner
Teich, Klausenteich genannt. Von diesem führte
ein Kanal mit leichtem Gefälle nach Elisenfels,
wo das Wasser in einer Turbinenanlage Strom für
die dortigen Spinnereien erzeugte. Dieser Teich wurde
1913 von einem Hochwasser zerstört, 1935 von dem
Gastwirtsbesitzer der Klause neu angelegt. Beim Bau
des jetzigen Speichers verschwanden die damaligen Anlagen
und es entstand nördlich des Vordammes die Gaststätte
"Seeklause", in einem Uferbogen ein Campingplatz.
Der Vorspeicher wird von einem Fischereiverein bewirtschaftet.
Der Parkplatz am Feisnitzspeicher ist Ausgangspunkt
für Wanderungen zur Waldenfels-Warte auf dem Kohlberg,
zum Basaltgebiet des Ruhberges und in das Röslautal
zum Gsteinigt zwischen Elisenfels und Arzberg.
Besuchen Sie die alte Bergbaustadt Arzberg und
planen folgende Besichtigungen ein: Naturpark-Infostelle
für Bergbau und Geologie (Nähe Schwimmbad/Stadthalle)
Volkskundliches Gerätemuseum (Ortsteil
Bergnersreuth)
Humboldtweg in Arzberg
Lage: |
Rundwanderweg im Stadtgebiet von
Arzberg, Lkr. Wunsiedel i.F |
Ausgangsort: |
Parkplatz am Rathaus in Arzberg |
Wegstrecke: |
8 km |
Markierung: |
Rundwanderweg 6 |
Beschreibung: |
Der Universalgelehrte Alexander
v. Humboldt war 1793 bis 1796 preußischer
Bergbeamter in den Bergbaurevieren Naila,
Goldkronach und Wunsiedel und gab auch dem
Arzberger Bergbau neue Impulse. Der Rundwanderweg
führt durch das ehem. Bergbaugebiet,
zeigt Relikte aus der Bergbauzeit und aus
der Geschichte der Stadt Arzberg; er führt
auch durch den landschaftlich reizvollen
Talabschnitt der Röslau. Gute Beschreibung
durch Hinweistafeln.Wegbeschreibung: Parkplatz
am Rathaus mit Eisenhammer - Fladenwiese
- Alte Nagelmaschine - Nagelfabrik Künzel
- Naturschutzgebiet Gsteinigt - Silberquelle
im Bergbaugebiet - Hotel Alexander v. Humboldt
- Richtung Stadtgebiet - Romantische Schöpfengasse
- Maxplatz - Johann-Georg-Ullmann-Steig
- Kirchenburg - Alter Schulhof - Schwimmbad
- Altes Bergwerksgebäude (Naturpark-Info-Stelle)
- Marktplatz - Parkplatz am Rathaus. |
Auskunft: |
Stadtverwaltung Arzberg; Tel.
09233/40 40 |
Einkehrmöglichkeiten: |
mehrere Gaststätten in Arzberg |
Literatur: |
Hans-Günter Tröger:
"Humboldtweg in Arzberg der Öffentlichkeit
übergeben". In "Der Siebenstern"
1998, S. 259ff. |
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